9 Schritte zur passenden Farbauswahl für deine Marke | Think In Colours
Du suchst nach der perfekten Farbkombination für deine Marke? Diese zwei Kreativtechniken helfen dir dabei, die richtigen Farben für dein Business zu finden!
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9 Steps: Die richtigen Farben für dein Business

In 9 Schritten zur passenden Farbauswahl für deine Marke

In dem Beitrag Corporate Colours: Warum tragen Farben zum Erfolg deiner Marke bei hast du erfahren, wie Farben auf deine Nutzer wirken und warum du sie bewusst für dein Business wählen solltest. Jetzt zeige ich dir, wie du die richtige Farbwahl für deine Marke triffst. Mit der folgenden Methode kannst du Farbkombinationen zusammenstellen, die die Essenz deiner Marke und deine Persönlichkeit vermitteln und direkt deine Zielgruppe ansprechen.

Egal, ob du ein Corporate Design für deine Selbstständigkeit, dein Unternehmen, Verein, Label, Produkt oder deine Musikband entwickelst – diese einfache Kreativmethode hilft dir dabei die richtige Farbkombination zu finden!

 

Finde die Farben deiner Zielgruppe

Farbentrends oder die Lieblingsfarben von bestimmten Subkulturen und Zielgruppen sind keine harten Faktoren (hard facts) und lassen sich nicht mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen oder Tools berechnen. Da Farben allgemein viel mit persönlichen Vorlieben, Stimmungen und wechselnden Modetrends zu tun haben, gehören sie zu den weichen Faktoren (soft facts).

Um die weichen Faktoren deiner Zielgruppe bestimmen zu können, musst du viel recherchieren, beobachten und zuhören. Du musst dich auf deine Zielgruppe einlassen können und ermitteln wie deine Traumkundenticken.

LOS GEHT`S!

 

STEP 1 : Schnappe dir ein Blatt Papier und setze dich mit folgenden Fragen auseinander:

  • Wie alt ist deine Zielgruppe?
  • Wie ist die Geschlechterverteilung?
  • Welchen Trends und Marken folgt deine Zielgruppe?
  • Mit welchen Themen beschäftigt sich deine Zielgruppe?
  • Wie sehen Lifestyle und Alltag aus?
  • Welche Interessen und Hobbies hat deine Zielgruppe?
  • Wo macht deine Zielgruppe Urlaub? Wie sehen die Urlaubsbeschäftigungen aus?
  • Auf welches Essen und welche Getränke steht deine Zielgruppe?
  • Welche Medien werden gerne genutzt?
  • elche Musikgenres und Musikmoods werden gehört?
  • Welche Bücher, Print- und Online-Magazine liest deine Zielgruppe?
  • Welche Prioritäten hat deine Zielgruppe?
  • Welche Werte und Weltanschauungen hat sie?

Alle diese Fragen lassen sich vielleicht nicht 100% beantworten. Aber mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür entwickeln, was deine Zielgruppe mag und was nicht. Mit etwas Erfahrung kannst du einschätzen, ob deine Zielgruppe lieber eine Rucksackreise macht und auf die Musik von Angus & Julia Stone steht und sich bewusst mit der Ernährung auseinandersetzt – oder einen Partyurlaub auf Ibizza bucht, zu Martin Garrix abgeht und den Morgenkaffee bei Starbucks kauft.

 

STEP 2 : Sieh dir die Instagram-Profile deiner Zielgruppe an


Mit welchen Themen beschäftigt sich deine Zielgruppe? Welche Farben tauchen auf? Gibt es einen Zusammenhang? Dominieren erdige Farben, Pastelltöne, grelle Neonfarben oder vielleicht nur Schwarz und Weiß? Mag deine Zielgruppe lieber mit knalligen Farben, fetten Buchstaben, coolen und provokanten Phrasen angesprochen werden? Oder lieber schlichte Farben, leichtes Design und dezentes Wording?

 

STEP 3 : Erstelle einen Pinterest-Ordner + Farbpalette


Sammle Themen, Bildern und Farben, die zu deiner Zielgruppe passen auf Pinterest. Erstelle eine Farbpalette aus diesen Bildern. Auf dieser Webseite Pictaculous.com kannst du Bilder hochladen und analysieren. Die Tool zeigt dir Hex Werte (#A7CA31) an, das sind die Werte die neben RGB  (Rot, Grün, Blau) die Farben im Web definieren.

 

 

Deine persönliche Farbanalyse: Finde die Farben, die für dich und deine Marke sprechen

Nachdem du die Farben deiner Zielgruppe ermittelt hast, geht es um dich. Am besten machst du diese Analyse ein paar Tage später nach der Zielgruppenanalyse und mit einer Flasche Wein – um so ehrlich und frei, wie möglich zu sein.

 

STEP 4 : Schnappe dir ein weißes Blatt Papier

 

Schreibe auf einem Platt Papier alle Begriffe auf, die dir spontan zu dir und deinem Business einfallen. Diese müssen keinen Zusammenhang haben. Schreibe alles auf, was dir einfällt. Das hilft dir dabei dich aufzulockern und Denkblockaden zu lösen.

 

STEP 5 : Beantworte die Fragen

 

Nachdem du die Begriffe aufgeschrieben hast, beantworte die Fragen:

  • Was macht dich aus?
  • Was möchtest du bewirken?
  • Was sind deine Leidenschaften und Fähigkeiten?
  • Welche Werte sind dir wichtig?
  • Was ist deine Vision?
  • Warum startest du dein Business?
  • Um was geht es in deinem Business?
  • Was sind deine Interessen und Hobbies?
  • Mit welchen Themen beschäftigst du dich?
  • Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
  • Welche Pflanze beschreibt dich?
  • Wenn du eine Jahreszeit wärst, welche wäre das?
  • Welche Landschaft passt zu dir?
  • Welche Tageszeit liegt dir am meisten?
  • Welches Material passt zu deinem Charakter?
  • Welches Essen passt zu dir und welches Getränk?
  • Welches Fahrzeug passt zu dir und deinem Lifestyle?

 

STEP 6 : Ordne die Begriffe und bilde Kategorien

 

Sieh dir die Begriffe und Antworten an und versuche sie zu ordnen. Begriffe, die sich ähneln oder thematisch zueinander passen, bilden eine Kategorie. Füge diese Begriffe zu einer Gruppe zusammen. Finde für jede Kategorie einen aussagekräftigen Oberbegriff. Die Kategorien symbolisieren die Grundsäulen deiner Persönlichkeit bzw. deiner Marke.

 

STEP 7 : Finde für jede Kategorie eine Farbe

 

Finde als nächstes zu jeder Kategorie ein oder zwei passende Farben. Hier geht es nicht um systematische Farbsymbolik, sondern um dein Gefühl.

 

STEP 8 : Erstelle einen Pinterest-Ordner + Farbpalette

 

Sammle in einem Pinterest-Ordner Bildern, Themen und Farben, die dich ansprechen und dir gefallen. Erstelle eine Farbpalette aus diesen Bildern.

 

FINALLY – LAST STEP! 

STEP 9: Verbinde die Zielgruppenanalyse mit deiner Farbanalyse

 

Sieh dir deine persönliche Farbpalette und die deiner Zielgruppe an. Welche Farben dominieren und welche Farben habt ihr gemeinsam? Welche Farben erscheinen dir wichtig? Welche sind weniger wichtig und auf welche kannst du komplett verzichten?

Sieh dir die „wichtigen“ Farben genau an und versuche daraus die vier bis fünf prägnantesten Farben zu wählen, die zueinander und zu deinem Business passen. Die ausgewählten Farben bilden die „richtige“ Farbenkombination für dein Business.

Das mag alles momentan komplex klingen, aber – sobald du mit den Übungen angefangen hast, wirst du sehen, dass es eigentlich nicht so schwer ist und sehr viel Spaß macht. Du wirst Sachen über dich und deine Zielgruppe entdecken, die du davor nicht wahrgenommen hast. Viel Spaß bei der Wahl deiner Farben!

2 Comments
  • Julia Fremder

    11. Mai 2017 at 18:13 Antworten

    Das klingt wunderbar strukturiert, zielführend und einleuchtend! Ich werde diese Methode in jedem Falle ausprobieren! Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag :)!

    • Lucy Rzedkowska

      11. Mai 2017 at 19:04 Antworten

      Hallo Julia! Vielen lieben Dank für das positive Feedback 🙂

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