Interview mit Pinterest-Expertin Alexandra Polunin

PINST DU SCHON ODER SCHLÄFST DU NOCH? EIN INTERVIEW MIT PINTEREST-EXPERTIN ALEXANDRA POLUNIN

 

Social Media ist eine Wissenschaft für sich. Jeder Kanal funktioniert anders und hat seine eigenen Spielregeln. Wenn es um die Spielregeln von Pinterest geht, ist Alexandra Polunin die richtige Frau am Steuer.

Alex hat sich im deutschsprachigen Raum als Pinterest-Expertin etabliert und hilft Bloggern und Selsbstständigen dabei ihre Pinterest Präsenz auf Vordermann zu bringen.

In unserem Interview erfährst du, warum Pinterest ein attraktiver Social Media Kanal für Selbstständige, Blogger oder Kreative ist und wie du am besten mit Pinterest durchstartest.

Lass uns loslegen!

 

 

Interview mit Pinterest Expertin Alexandra Polunin

 

 

Liebe Alex, ich weiß wer du bist und was du machst – ich habe bereits viel von dir über Pinterest gelernt! Vielleicht magst du dich hier kurz vorstellen und kurz beschreiben, wie du zu deinem Business gekommen bist…

 

Liebe Lucy, sehr gerne. 😃

Mein Name ist Alex und ich bin seit 2017 als Pinterest-Beraterin tätig. Ich unterstütze Selbstständige, Blogger und Unternehmen dabei, Pinterest erfolgreich als Marketing-Kanal zu nutzen.

Wie ich zu meinem Business gekommen bin? Über tausend Umwege.😉

Denn eigentlich hatte ich mich bereits für eine Laufbahn an der Uni entschieden und angefangen zu promovieren. Doch eine Finanzierungsmöglichkeit gab es für mein Thema leider nicht, und so habe ich nebenbei angefangen zu texten und zu lektorieren. Das wiederum hat mich in die großen Weiten des Marketings geführt, und so habe ich im Mai 2016 meinen Blog „Pinkbiz“ gestartet.

Da habe ich eigentlich alles verbloggt, was mich so als frische Selbstständige beschäftigt hat: Bloggen, Social Media, E-Mail-Marketing…

Über Pinterest bin ich dann eher zufällig gestolpert. Privat hatte ich die Plattform schon ewig genutzt, aber als Marketingkanal für den Blog? Das war Anfang 2016 eher ungewöhnlich – zumindest hier in Deutschland.

Doch als ich dann einige Wochen lang Grafiken, Keywords und Pinterest-Scheduling-Tools getestet hatte (ja, ein Pinterest-Nerd war ich schon damals), hatte es Klick gemacht und die Aufrufe meiner Website hatten sich von 500 Sitzungen im September 2016 auf 10.000 Sitzungen im Januar 2017 vervielfacht. Einfach nur durch Pinterest.

Das hat mich damals total von den Socken gehauen, wozu Pinterest überhaupt in der Lage ist. Und da hatte ich im März 2017 die Idee, eine Pinterest-Challenge zu veranstalten, um auch anderen Selbstständigen Pinterest näher zu bringen.

Diese Challenge kam so gut an, dass ich bald darauf Anfragen zur Pinterest-Beratung bekam und dann im Juni 2017 meinen Pinterest-Online-Kurs, die Smart Pin Academy, launchte. Zwei Monate später folgte mein Relaunch zu meiner Personenmarke. Und seitdem jagt eigentlich ein Highlight das nächste. 😃

 

 

Warum ist Pinterest für Selbstständige und alle, die ein kreatives Business starten, absolut zu empfehlen?

 

Gute Frage, Lucy, denn mein Eindruck ist, dass Pinterest als Marketing-Kanal immer noch total unterschätzt wird.

Ein wichtiger Grund, der für Pinterest spricht, ist aus meiner Sicht der Traffic. Spätens seit Facebook Anfang 2018 die Reichweite von Unternehmensseiten im Newsfeed noch weiter eingeschränkt hat, haben Selbstständige eigentlich kaum noch eine Chance, organisch neue Besucher auf ihre Website zu holen. Vielleicht mag Facebook für große Marken mit vielen Tausenden von Likes immer noch funktionieren, aber für die frische Selbstständige, die noch niemand kennt, ist es auf Facebook verdammt schwer geworden, mit ihren Beiträgen Menschen zu erreichen.

Gerade das ist mit Pinterest aber immer noch wunderbar möglich. In meinem Pinterest-Online-Kurs habe ich zum Beispiel eine Teilnehmerin, die bereits eine Woche nach Kursende mehr 100.000 Pinterest-Nutzer mit ihren Pins erreicht! Und sie ist noch nicht mal im Lifestyle- oder Food-Bereich tätig.

Das ist wirklich genial. Zur Zeit kann da einfach keine andere Plattform mithalten.

Und das Beste? Wenn erst einmal alles eingerichtet ist, lässt sich Pinterest wunderbar automatisieren. Ich brauche nur wenige Stunden im Monat, um die Pins für den gesamten Monat einzuplanen. Und dann widme ich mich den wirklich wichtigen Dingen in meinem Business.🙂

Durch die Automatisierung ist Pinterest übrigens die perfekte Plattform für introvertierte und schüchterne Selbstständige. Auf Pinterest muss man nämlich keine Rampensau sein und täglich Live-Videos schalten. Auch Likes und Kommentare spielen auf Pinterest überhaupt keine Rolle.

Ich muss sagen, gerade diesen Aspekt liebe ich an der Plattform schon sehr. Es ist eine schöne Abwechslung zu den eher kurzlebigeren und manchmal „stressigeren“ Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram.

 

Für alle, die noch kein Pinterest nutzen: Wie starte ich mit Pinterest und was muss ich dabei beachten?

 

Ich empfehle jedem, von Anfang an professionell mit Pinterest zu starten – mit Unternehmensaccount, Rich Pins und bestätigter Website. Das ist schnell erledigt und macht wirklich so viel aus!

Pinterest ist ja eine Suchmaschine. Deshalb ist es ganz wichtig, Pinterest von der Qualität der eigenen Domain zu „überzeugen“. Sonst werden die eigenen Inhalte gar nicht erst optimal ausgespielt.

Am besten führt man noch eine Keywordrecherche direkt in Pinterest durch. So weiß man genau, nach welchen Suchbegriffen Pinterest-Nutzer eigentlich suchen und kann die Keywords dann bei der Erstellung der eigenen Inhalte nutzen. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen mit dem Pinnwand-Anlegen und dem Pinnen!

Ich glaube, das meiste lernt man eh dadurch, dass man es einfach macht. Und Pinterest ist wirklich kein Hexenwerk. Eine eigene Welt – ja. Aber kein Hexenwerk.😃

 

Wie oft und wie viel soll ich bei Pinterest pinnen? Muss das immer mein eigener Content sein?

 

Also, falls du nach einer magischen Zahl fragst, die bei jedem einzelnen ausnahmslos funktioniert – dann muss ich dich leider enttäuschen. Das gibt es bei Pinterest nicht.😉

Entscheidend ist erst einmal, regelmäßig zu pinnen. Idealerweise pinnt man täglich über den Tag verteilt. Es ist besser, täglich dreimal zu pinnen als einmal die Woche zwanzigmal.

Für mich persönlich ist das absolute Minimum 10 Pins pro Tag. Das ist die Menge, die ich meinen Kunden für den Start empfehle. Ich selbst pinne zwischen 20 und 25 Pins täglich. Aus meiner Sicht ist das die Menge, die man im Alltag noch ganz gut managen kann. Bei allem, was drüber liegt, empfinde ich den Aufwand persönlich als zu hoch. Denn letzten Endes muss eine Plattform im Alltag praktikabel sein.

Was die Art der Pins angeht, gilt auf Pinterest: Alles kann, nichts muss. Wer viel eigenen Content hat, kann natürlich gerne erstmal diesen vorrangig pinnen. Wer nicht so viel eigene Pins hat, darf gerne überwiegend repinnen. Doch meiner Erfahrung nach ist der Content von anderen gar nicht das Problem, sondern eher umgekehrt: Den meisten fällt es schwer, genügend eigenen Content zum Pinnen zu finden. Doch gerade das ist wichtig, wenn man mit Pinterest Traffic generieren will.

In diesen Fällen rate ich dann immer zu dem Scheduling Tool BoardBooster. Hier kann man die Pins auf einer Pinnwand loopen. Bei mir hat sich übrigens ein Verhältnis von 80 zu 20 etabliert. 80 % der Pins sind bei mir Pins von anderen und 20 % mein eigener Content.

 

In wieweit ist ein eigenes Pin-Branding bei Pinterest wichtig? Sollte ich mich auf ein Branding festlegen oder darf/soll ich auch experimentieren?

 

Also, ich bin eindeutig der Experimentiertyp. 😁

Klar ist es wichtig, mit seinen Pins einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Doch mindestens genauso wichtig (wenn nicht noch wichtiger!) ist es herauszufinden, was Pinterest-Nutzer eigentlich mögen. Natürlich braucht man jetzt nicht sein gesamtes Brandingkonzept über Board zu schmeißen. Aber auch innerhalb seines Brandings kann man ein bisschen experimentieren.

Ich hab es mir zur Gewohnheit gemacht, für jeden Blogartikel drei bis fünf Pins zu erstellen. Manchmal sogar noch mehr. Meist variiere ich das Format, den Text auf der Grafik, das Hintergrundbild … eigentlich ist keine Komponente vor mir sicher.😉

Oft merke ich dann, dass ein bestimmter Pin überhaupt nicht gut performt, ein anderer dafür umso besser. Dann denke ich mir immer: Zum Glück hast du nicht alles auf eine Karte gesetzt. Es wäre doch schade, wenn der Pinterest-Erfolg nur daran scheitert, dass man den Geschmack der Pinterest-Nutzer nicht trifft.

 

Was ist dein absoluter Pinterest-Geheimtipp?

 

Ganz ehrlich? Ich glaube, so etwas gibt es nicht.

In meinen Augen gibt es nicht DEN Tipp oder DIE Strategie, so nach dem Motto: „Wenn du xy machst, dann bekommst du auf jeden Fall 100k Klicks mit diesem Pin oder nach einem Monat 10k Follower.“

Ich vergleiche die Plattform ganz gerne mit einem Puzzle. Für den Pinterest-Erfolg müssen viele Voraussetzungen stimmen. Pinterest-SEO, regelmäßiges Pinnen, die richtigen Boards … Manchmal fehlt ein Stück, doch das Bild lässt sich bereits ganz gut erahnen. Ein einziges Puzzlestück hingegen bringt einem meist nicht so viel.

Wenn ich Pinterest-Anfängern einen Tipp geben würde, dann würde ich vermutlich sagen: Habt Geduld. Der Pinterest-Erfolg stellt sich nicht über Nacht ein.

 

Was sollten wir noch über dich erfahren? Was kommt als Nächstes?

 

Also bei mir steht für dieses Jahr definitiv noch so einiges auf dem Plan.😃

Die Smart Pin Academy, mein Pinterest-Online-Kurs für Selbstständige, öffnet demnächst wieder ihre Türen. Ich hab sie gerade frisch überarbeitet und freue mich schon sehr darauf, sie bald zum dritten Mal zu launchen.

 

So das war’s… vielen Dank Alex für deine Zeit und das Interview! Es macht richtig Spaß deine Arbeit zu verfolgen und zu beobachten, wie sich dein Business entwickelt. Thumbs up!

 


 

Pinterest Expertin Alexandra Polunin

 

Alexandra Polunin ist Pinterest-Marketing-Beraterin und unterstützt Selbstständige und Unternehmen dabei, Pinterest erfolgreich für ihr Business zu nutzen.

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